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Interview mit Klaus Bollhöfener
für stephen-king.de und BookOla.de

geführt von Klaus Spangenmacher und Gerald Schnellbach

phantastisch

 

Klaus Bollhöfener ist der Chefredakteur des Magazins phantastisch!.
Zu der Internetseite des Magazins (dort kann man es auch bestellen) kommt ihr hier (www.phantastisch.net).

 

Hallo Klaus,

erst einmal vielen Dank dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Würdest du dich in ein paar Worten vorstellen.

Klaus Bollhöfener: Ja, gerne! 1957 erblickte ich in Würzburg das Licht der Welt. In dieser schönen unterfränkischen Stadt habe ich über 17 Jahre gearbeitet, zunächst in der Druckvorstufe und dann im Verlag eines großen Unternehmens. Seit 1997 bin ich beim Pabel-Moewig Verlag in Rastatt für das Marketing der PERRY RHODAN-Serie zuständig. Das Magazin phantastisch! betreue ich seit sechs Jahren, wobei das mein reines "Privatvergnügen" ist und nichts mit meinem Job zu tun hat.

Du bist Chefredakteur des Magazins phantastisch!. Wie und wann bist du auf die Idee gekommen ein Magazin für die Freunde der Phantastik zu verlegen?

Klaus Bollhöfener: Mir fehlte einfach ein Magazin, das sich schwerpunktmäßig mit Phantastik in der Literatur und nicht nur ausschließlich mit TV-Serien, Kinofilmen oder Rollenspielen beschäftigte. Dazu gab es schon (und gibt es bis heute) eine ganze Reihe anderer Magazine, die diese Themen schon ausreichend abdeckten.

Mitte 1999 habe ich mir die ersten ernsthaften Gedanken gemacht, ein solches Magazin zu starten. Sehr intensiv dachte ich dabei über die Namensgebung des Magazins nach, denn es sollte ein Titel sein, der alle Spielarten der Phantastik in sich vereint. Daher also der Name phantastisch!.

Die ersten vier Ausgaben erschienen im Jahr 2000 – zunächst als Beilage des PERRY RHODAN-FanZentrale-Magazins SOL, das ich übrigens noch heute betreue. Im Januar 2001 kam im Verlag Achim Havemann schließlich die erste "eigenständige" Ausgabe von phantastisch! auf den Markt.

Das Feedback der Leser war von Beginn an durchweg sehr positiv, was uns natürlich ermutigte, den eingeschlagenen Weg bis heute weiter zu gehen.

Schreibst du alle Artikel selbst oder hast du noch Mitarbeiter?

Klaus Bollhöfener: Zum Schreiben eigener Artikel fehlt mir leider die Zeit und außerdem können das andere wesentlich besser als ich. Meine Aufgabe bei phantastisch! besteht in der optischen und inhaltlichen Ausrichtung, der Koordination all derer, die am Magazin beteiligt sind und dem Überwachen der Termine.

Inhaltlich unterstützen mich eine ganze Reihe Spartenredakteure, die ich an dieser Stelle einmal alle erwähnen möchte: Nicole Rensmann (Interviews), Florian Breitsameter (Bücher, Autoren & mehr), Horst Illmer (Update), Jan Gardemann (Stories), Olaf Funke (Comic) und Götz Roderer (Wissenschaft).

Für das Lektorieren der Artikel sind Ulrich Bettermann, Florian Breitsameter, Hannes Windisch und Carsten Lührs zuständig. Die Schlussredaktion haben Horst Illmer und ich übernommen.

Welche Schwerpunktthemen beinhaltet das Magazin? Ist es mehr für Freunde der Science Fiction gedacht, oder eher für Fantasy- oder Horror-Liebhaber?

Klaus Bollhöfener: Natürlich beinhaltet nicht jede Ausgabe Beiträge aus allen Bereichen des phantastischen Genres und oft hat die SF und die Fantasy einen größeren Anteil im Heft, aber grundsätzlich haben wir keinerlei Berührungsängste. Wenn also von Euch jemand mitarbeiten möchte, bitte melden!

Wie hoch ist die Auflage des Magazins und wie oft erscheint es?

Klaus Bollhöfener: phantastisch! hat derzeit eine Auflage von 1200 Exemplaren und es erscheinen vier Ausgaben im Jahr.

Was sind deine persönlichen Favoriten? Was liest du am liebsten?

Klaus Bollhöfener: Oh je, das ist eine schwierige Frage ... Auf meinem Lesestapel liegt – neben einigen Krimis – das vor wenigen Wochen erschienene Buch "Die Suche nach der Vorherbestimmung" vom russischen SF-Altmeisters Boris Strugatzki, der dritte Band der "Saga der Sieben Sonnen" von Kevin J. Anderson sowie die aktuelle Ausgabe von "Gehirn und Geist" (eine Zeitschrift über Gehirnforschung und Psychologie).

Welchen Stellenwert hat Stephen King deiner Meinung nach im Bereich der phantastischen Literatur?

Klaus Bollhöfener: Stephen King hat, wie viele andere bekannte Genre-Autoren auch, einen großen Stellenwert im Bereich der Phantastik – natürlich auch für mich.

Ein Buch hat mich ganz besonders beeindruckt: "Das Leben und das Schreiben" – selten habe ich ein unterhaltsameres Buch gelesen!

Apropos Stellenwert: Ich halte es für eine überaus erfreuliche Entwicklung, das in den letzten Jahren immer mehr deutsche Autoren von den Verlagen eine Chance erhalten. Wenn man sich in diesem Zusammenhang mal die Spiegel-Bestsellerliste ansieht, findet man Titel von Frank Schätzing, Walter Moers, Wolfgang Hohlbein oder Cornelia Funke – alles Titel, die dem phantastischen Genre zuzuordnen sind.

Du arbeitest hauptberuflich in einem Verlag. Ist seit der Verfilmung von "Der Herr der Ringe" ein Boom zu erkennen, oder macht sich das nicht auf dem Buchmarkt bemerkbar?

Klaus Bollhöfener: Ich denke schon, das zur Zeit mehr Fantasy-Titel erscheinen. Das ist eine Entwicklung, die sicherlich auch mit den HdR-Filmen in Verbindung steht. Ähnliches ist auch im Kinder- und Jugendbuch-Bereich nach den "Harry Potter-Büchern" und -Kinofilmen zu beobachten.

Welches noch nicht verfilmte Buch würdest du dir gerne einmal im Kino anschauen?

Klaus Bollhöfener: Hmm ... wie wäre es mal mit "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers? Oder "Die Haarteppichknüpfer" von Andreas Eschbach? Das würde mir gefallen.

Hast du irgendwelche Wünsche, Ziele oder Projekte für die Zukunft?

Klaus Bollhöfener: Oh ja, einige! (grinst) Aber im Ernst: es würde mich sehr freuen, wenn die Zahl der Abonnenten bei phantastisch! weiter ansteigen würde. Ich verrate an dieser Stelle wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, das ein Magazin dieser Art kein Gewinngeschäft ist – das haben viele andere schon vor uns versucht und sind kläglich gescheitert. Aber Achim Havemann als Verleger und letztendlich auch Geldgeber wäre ziemlich begeistert, wenn phantastisch! zumindest zu einem plus-minus-null-Projekt werden würde. Daher meine Bitte: Helft mit, dass phantastisch! auch in Zukunft erscheinen, indem Ihr uns unterstützt und weiterempfehlt!

Wir wünschen dir für alle diese Projekte viel Glück und Erfolg und weiterhin steigende Auflagezahlen für dein Magazin.

Klaus Bollhöfener: Dankeschön!

 

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Klaus Spangenmacher und Gerald Schnellbach

   
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