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slade

by Steve King


Hier ist die komplette Geschichte in der deutschen Übersetzung
von Angela Päßler (im Forum: Elleth Aubrëiel)


SLADE


Es war fast dunkel als Slade nach Dead Steer Springs kam. Ein grimmig dreinschauender Mann, hoch im Sattel sitzend und ganz in schwarz gekleidet. Sogar die Griffe seiner beiden 45er Colts, die tief auf seinen Hüften saßen, waren schwarz. Seit den frühen 1870er Jahren, als der Name Slade das erste Mal Furcht in den Herzen keimen ließ, rankten sich viele geflüsterte Legenden um seine Kleidung. Eine dieser Geschichten besagte, er trage Schwarz als ein immer währendes Zeichen seiner Trauer um seine Liebste Miss Polly Peachtree aus Paduka, die auf tragische Weise ums Leben kam, als ein Heißluftballon der Gebrüder Montgolfier auf ihre Scheune stürzte, während Polly die Kühe molk. Laut einer anderen Legende trug Slade schwarz, da er der Beauftragte des Sensenmanns im amerikanischen Südwesten sei – ein Gehilfe des Teufels. Und es gab einige, die ihn für verrückter als eine Dreidollarnote hielten. Natürlich sagte ihm das niemand ins Gesicht.

Slade kam mit seinem riesigen schwarzen Hengst vor dem Brass Cuspidor Saloon zum Stehen und sprang hinunter. Er machte sein Pferd fest und zog eine seiner berühmten mexikanischen Zigarren aus seiner Brusttasche. Er zündete sie an und entließ den beißenden Rauch in die Dämmerung. Aus dem Saloon drangen die Laute der betrunkenen Menge. Ein Honkytonk Klavier spielte "Oh, Them Golden Slippers".

Ein schwaches, schlurfendes Geräusch drang an Slades feine Ohren. Er wirbelte herum, während er beide 45er Colts mit einer einzigen Bewegung zog.

"Achtung, Mister!"

Mit einem leisen Knurren der Verachtung ließ Slade seine Pistolen wieder in ihren Holstern verschwinden. Sein Gegenüber war ein alter Mann, gekleidet in staubige Jeans, Hosenträger und eine abgenutzte Kappe der Konföderierten. Entweder der Stadtsäufer oder der Dorftrottel, vermutete Slade. Der alte Mann fing an zu quatschen und ein Hauch schlechten Atems wehte zu Slade herüber: "Dacht’ du wirst mich wegpust’n, Fremder."

Slade rauchte und beobachtete ihn.

"Du bist Jack Slade, nich’ wahr, Kumpel?" Der alte Mann zeigte ein weiteres zahnloses Grinsen. "Vermute, Miss Sandra hat dich in der Bar-T angestellt, is’ das richtig? Seit ihr Daddy gestorben is’ und ihr die Bar überlassen hat, hat ’sie ne Menge Ärger mit Sam Columbine."

Slade rauchte und beobachtete ihn. Plötzlich rollte der alte Mann mit den Augen. "Vielleich’ arbeit’st ja auch selber für Sam Columbine – richtig? Hab gehört, er hat jede Menge schwerer Jungs angeheuert, um Miss Sandra aus der Bar zu vertreiben. Is’ das-"

"Alter Mann", sagte Slade. "Ich hoffe du kannst genau so schnell rennen wie reden. Andernfalls wirst du ins Gras beißen.

Der alte Sauerteig schnitt eine Grimasse der plötzlichen Angst. "Du-du würdest nich’-"

Slade zog einen seiner 45er Colts.

Der alte Knacker flüchtete mit grotesken Hopsern. Slade visierte ihn mit dem Colt an und schoss einmal auf gut Glück auf ihn. Dann steckte er die Waffe zurück ins Holster, drehte sich um und stiefelte ins Brass Cuspidor, die Doppeltüren weit auseinander schlagend.

Alle Augen waren sofort auf ihn gerichtet. Gesichter wurden weiß. Der Barkeeper ließ das Messer fallen, das er zum Zurechtstutzen der Bierschaumkronen benutzt hatte. Der eingebildete Glücksspieler am hinteren Tisch ließ drei Asse aus seinem Blatt fallen – zwei davon waren kreuzfarben. Der Klavierspieler fiel von seinem Stuhl, rappelte sich auf und rannte zur Hintertür hinaus. General Custer, der Hund des Barkeepers, winselte und kroch unter den Kartentisch. Und John "the Backshooter" Parkman, einer von Sam Columbines Topleuten, stand seelenruhig an der Bar und leerte sein Whiskeyglas.

Ein entsetztes Flüstern drang durch die Menge. "Slade!" "Es ist Jack Slade!" "Es ist Slade!"

Plötzlich drängte alles zu den Türen. Draußen rannte jemand schreiend die Straße hinunter: "Slade ist in der Stadt. Verschließt eure Türen! Jack Slade ist in der Stadt und Gott sei dem gnädig, hinter dem er her ist!"

"Parkman!" knirschte Slade.

Parkman drehte sich um und sah Slade in die Augen. Er kaute auf einem Streichholz zwischen seinen hässlichen Zähnen. Eine Hand schwebte über dem eingekerbten Kolben seines 41er Colts.

"Was treibt dich nach Dead Steer, Slade?"

"Ich arbeite für eine süße Lady namens Sandra Dawson", sagte Slade lakonisch. "Was ist mit dir, ‚Backshooter’?"

"Arbeite für Sam Columbine, und scher dich zur Hölle, wenn dir das nicht passt, Partner."

"Werd’ ich nicht", knurrte Slade und warf seine Zigarre weg. Der Barkeeper, der am liebsten im Boden versunken wäre, stöhnte.

"Sie sagen, du wärst schnell, Slade."

"Schnell genug."

Backshooter grinste böse. "Sie sagen auch, du wärst verrückter als eine Dreidollarnote."

"Zieh deine Waffe, du schleimiger, hinterhältiger Hurensohn!", schrie Slade.

Parkman griff nach seiner Waffe, aber noch bevor er sie überhaupt erreicht hatte, gingen Slades 45er Colts los. Der "Backshooter" wurde an die Bar geschleudert, wo er zusammen sank.

Slade steckte seine Waffen zurück an ihren Platz und ging mit klappernden Sporen zu ihm. Er schaute auf ihn hinunter. Slade war im Grunde seines Herzens ein friedliebender Mensch und was war friedlicher als eine Leiche? Der Gedanke erfüllte ihn mit leiser Freude und trauriger Sehnsucht nach seiner Jugendliebe Miss Polly Peachtree aus Paduka, Illinois.

Der Barkeeper kam um die Bar herum und schaute auf John "The Backshooter" Parkmans sterbliche Überreste.

"Das ist nicht möglich", hauchte er. "Sechs mal ins Herz geschossen und man könnte alle sechs Löcher mit einem Zwanzig-Dollar Goldstück abdecken!"

Slade zündete sich erneut eine seiner mexikanischen Zigarren an. "Du holst besser den Leichenbestatter, bevor der hier anfängt zu stinken."

Der Barkeeper grinste Slade nervös an und stürzte zu den Türen hinaus. Slade ging hinter die Bar, schenkte sich einen Digger’s Rye ein und dachte über das einsame Leben eines Kopfgeldjägers nach. Jeder war gegen einen und man musste immer damit rechnen, in den Rücken oder in die Gallenblase geschossen zu werden, was sogar noch schlimmer war. Es war sicher hart, mit einer Kugel in der Gallenblase seiner Arbeit nachzugehen. Die Türen des Brass Cupidor flogen auf und Slade zog beide seiner 45er Colts mit einer schnellen, fließenden Bewegung. Aber es war nur ein Mädchen – eine hübsche Blondine von einer Gestalt, die Ponce de Leon den Jungbrunnen vergessen ließe. Seine Lippen verzogen sich zu einem einsamen Lächeln, als er seine Waffen in die Holster zurück gleiten ließ. So ein Mädchen war nicht für ihn bestimmt, er würde seiner einzigen wahren Liebe Polly Peachtree immer treu sein.

"Seid ihr Jack Slade?" fragte die Blondine mit roten Lippen, welche die Farbe von Kirschblüten im Mai hatten.

"Jawohl, Madam", sagte Slade und goss sich noch einen Digger’s Rye ein.

"Ich bin Sandra Dawson", sagte sie und kam herüber zur Bar.

"Dachte ich mir", erwiderte Slade.

Sandra blickte mit feurigen Augen auf den ausgestreckten Körper von John Parkman. "Das ist einer der Männer, die meinen Vater ermordet haben!", schrie sie. "Eines der billigen, mordenden Schweine, die Sam Columbine angeheuert hat!"

"Das meine ich auch", sagte Slade.

Sandras Brust hob sich. Slade warf ein Auge darauf, nur um sicher zu gehen. "Habt ihr ihn beseitigt, Mr. Slade?"

"Sicher hab’ ich das, Madam. Und es war mir ein Vergnügen."

Sandra warf ihre Arme um Slades Nacken und küsste ihn, ihre vollen Lippen brennend gegen seine drückend. "Ihr seid der Mann, nach dem ich gesucht habe", hauchte sie mit rasendem Herzen. "Kann ich irgend etwas für euch tun, Slade, irgend etwas – "

Slade schob sie von sich weg und nahm einen tiefen Zug aus seiner mexikanischen Zigarre, um seine Fassung wiederzugewinnen. "Ihr habt mich missverstanden, Madam. Ich bin der Erinnerung an meine einzig wahre Liebe, Miss Polly Peachtree aus Paduka, Illinois, treu. Aber wenn es etwas gibt, das ich für euch tun kann –"

"Ihr könnt, ihr könnt. Deshalb schrieb ich euch. Sam Columbine will sich meine Ranch, die Bar-T, unter den Nagel reißen! Er hat meinen Vater ermordet und nun versucht er, mich vom Land zu vertreiben, sodass er es billig kaufen und teuer verkaufen kann, wenn sich die Great Southwestern Railroad dazu entschließt, eine Bahnlinie hindurch zu verlegen! Er hat eine Menge schwerer Jungs wie diesen hier angeheuert", sie stieß den "Backshooter" mit der Spitze ihres Schuhs an, "und versucht, mich zu vertreiben!" Sie sah Slade flehentlich an. "Könnt ihr mir helfen?"

"Sicher", sagte Slade. "Regt euch nur nicht zu sehr auf, Madam."

Sie flüsterte: "Oh, Slade!" Sie schmolz gerade in seinen Armen dahin als der Barkeeper zurück in den Saloon kam, den Leichenbestatter im Schlepptau. In der Zwischenzeit war der Hund des Barkeepers, General Custer, unter dem Kartentisch hervor gekrochen und fraß John "The Backshooter" Parkmans Weste.

"Miss Dawson! Miss Dawson!" schrie der Barkeeper. "Mose Hart, euer Vorarbeiter, kam gerade in die Stadt geritten. Er sagte, das Schlafhaus der Bar-T würde in Flammen stehen!"

Aber bevor Sandra Dawson darauf antworten konnte, war Slade schon zur Tür hinaus. Innerhalb einer Minute befand er sich auf dem Rücken seines Pferdes und ritt in Richtung der Bar-T Ranch.

Slades riesiger schwarzer Hengst, Stokely, trug ihn geschwind die Winding Bluff Road hinauf und auf das Feuer am Horizont zu. Während Slade ritt, wurde er von grimmiger Entschlossenheit gepackt, Sam Columbine zu finden und den Garaus zu machen!

Als er die Ranch erreichte, war das Schlafhaus bereits ein roter Flammenball. Drei von Sam Columbines Gangstern - Sunrise Jackson, Shifty Jack Mulloy und Doc Logan – standen davor und lachten bösartig. Über Doc Logan munkelte man, er habe im blutigen Krieg bei Abeliene zwölf Schaffarmer nach Boot Hill geschickt. Aber zu dieser Zeit verbrachte Slade seine Tage in wunderschönem Schlummer mit seiner einzigen wahren Liebe, Miss Polly Peachtree aus Paduka, Illinois. Doch sie wurde in einem grässlichen Unfall getötet und Slade war nun kalt wie Stahl und heißblütig – ganz zu schweigen von seiner Seidenunterwäsche mit den hübschen blauen Blumen darauf.

Er sprang von seinem Hengst und steckte sich eine seiner berühmten mexikanischen Zigarren an. "Was macht ihr Jungs hier?" fragte er ruhig.

"Wir halten hier ein kleines Muschelessen ab!" erwiderte Sunrise Jackson und legte eine Hand auf den Kolben seines 50er Colts. "Hah, hah, hah!"

Ein verwundeter Rinderhirte kam aus den rötlich flackernden Schatten gerannt. "Sie haben das Schlafhaus in Brand gesteckt!" schrie er. "Dieser da" - er zeigte auf Doc Logan , "sagte, sie würden das für das mörderische Stinktier Sam Columbine machen!"

Doc Logan zog vom Leder und verpasste dem verwundeten Rinderhirten drei neue Löcher. "Er sah aus, als wäre ihm heiß", erklärte er Slade, "also habe ich ihn etwas entlüftet. Hah, hah, hah!"

"Man erkennt einen Mörder immer an der Art wie er lacht", sagte Slade und legte seine Hände auf die Kolben seiner 45er Colts.

"Ach ja?" fragte Doc. "Wie lachen sie denn?"

"Hah, hah, hah", knirschte Slade.

"Zieh deine Waffe, du republikanisches Stinktier!" schrie Shifty Jack Mulloy und griff nach seiner eigenen Waffe, während Slade beide Colts mit einem weichen Schwung zog und Shifty Jack niedermähte, bevor dieser noch seine Waffen gezogen hatte. Sunrise Jackson feuerte bereits auf Slade, und er fühlte eine Kugel seine Schläfe streifen. Slade ließ Jackson Dreck fressen. Er taumelte zwei Schritte rückwärts und fiel um, tot wie eine Schildkröte mit Pocken.

Aber Doc Logan rannte. Er schwang sich in den Sattel eines indianischen Ponys und gab ihm die Sporen. Slade feuerte noch zweimal auf ihn, aber das Licht war tückisch und Logans Pony sprang über den Zaun und war in der Dunkelheit verschwunden – um Sam Columbine Bericht zu erstatten, kein Zweifel.

Slade ging hinüber zu Sunrise Jackson und drehte ihn mit dem Fuß um. Jackson hatte ein Einschussloch direkt zwischen den Augen. Dann widmete Slade sich Shifty Jack Mulloy, der in den letzten Zügen lag.

"Du hast mich erwischt, Partner!" hauchte Shifty Jack. "Ich fühl’ mich schlechter als eine Schildkröte mit Pocken."

"Du hättest mich nicht Republikaner nennen dürfen", knurrte Slade ihn an. Er zeigte Shifty Jack seinen Gene McCarthy - Anstecker und gab ihm dann den Gnadenschuss.

Slade steckte seine Pistolen zurück ins Holster und warf die Kippe einer seiner berühmten mexikanischen Zigarre in den Staub. Er lief zum verdunkelten Ranchhaus, um sicherzustellen, dass dort keiner mehr von Sam Columbines Männern herumlungerte. Er war fast da, als die Eingangstür aufflog und jemand heraus gerannt kam.

Slade warf sich zur Seite und zwei Schüsse flammten in der Dunkelheit auf. Slade zündete ein Streichholz an. Er hatte Sing-Loo erwischt, den chinesischen Koch.

"Nun", sagte Slade traurig und ihn überrollte eine Sehnsuchtswelle nach seiner einzigen wahren Liebe, Miss Polly Peachtree aus Paduka, Illinois. "Ich schätze, man kann nicht immer Glück haben."

Er griff nach einer weiteren mexikanischen Zigarre, änderte dann seine Meinung und drehte sich stattdessen einen Joint. Nachdem er anfing, am Himmel alle möglichen interessanten Blau- und Grüntöne zu sehen, schwang er sich auf seinen unheimlichen schwarzen Hengst und machte sich wieder nach Dead Steer Springs auf.

Als er zum Brass Cuspidor Saloon zurück kehrte, kam ihm der Vorarbeiter Mose Hart entgegen, in der Hand eine Flasche Digger’s Rye, mit der er seine Nerven beruhigt hatte.

"Slade!" schrie er. "Sam Columbine hat Miss Dawson gekidnappt!"

Slade stieg von seinem riesigen schwarzen Hengst Stokely ab und zündete sich eine seiner berühmten mexikanischen Zigarren an. Er grübelte immer noch über den chinesischen Koch, den er aus Versehen erschossen hatte.

"Wollt ihr sie nicht suchen?" fragte Hart mit wild rollenden Augen. "Sam Columbine könnte versuchen, sie zu vergewaltigen – oder sogar auszurauben! Wollt ihr nicht ihre Spur aufnehmen?"

"Im Augenblick werde ich nur ins Dead Steer Springs Hotel einchecken und mir eine Nacht Schlaf gönnen", murrte Slade. "Seit ich in diese Stadt gekommen bin, musste ich drei Revolverhelden und einen chinesischen Koch erschießen! Ich bin todmüde."

"Verstehe", sagte Hart mitfühlend. "Ihr müsst euch wirklich schrecklich fühlen...vier Menschen in sechs Stunden zu töten."

"Genau", sagte Slade, Stokely an die Halterung festmachend. "Und ich habe Blasen an meinem Abzugsfinger. Weißt du, wo ich Solarkain herbekommen könnte?"

Hart schüttelte den Kopf, und so machte sich Slade mit klingenden Sporen an seinen Cowboystiefeln auf den Weg ins Hotel. Er hatte Vergrößerungseinsätze in den Schuhen, denn Slade war sehr empfindlich, was seine Größe betraf. Wenn alte Männer und schwangere Ladies ihn kommen sahen, wechselten sie auf die andere Straßenseite. Ein kleiner Junge fragte ihn nach einem Autogramm. Slade, der diese Art von Dingen nicht unterstützen wollte, schoss ihm ins Bein und ging weiter.

Im Hotel angekommen, fragte er nach einem Zimmer und ein zitternder Angestellter sagte ihm, das Zimmer im zweiten Stock könne er haben und Slade ging nach oben. Er zog sich aus, zog dann seine Schuhe wieder an und kletterte ins Bett. Einen Moment später war er eingeschlafen.

Gegen 1 Uhr morgens, während Slade von seiner Jugendliebe Miss Polly Peachtree aus Paduka, Illinois träumte, wurde das Fenster einen Spalt weit geöffnet, ohne auch nur einen Laut zu verursachen, den Slades spitze Ohren hätten hören können. Die Gestalt, die herein kam, war in der Tat schrecklich. Wenn Jack Slade der meistgefürchtetste Revolvermann im amerikanischen Südwesten war, dann war Hunchback Fred Agnew der meistverabscheute Killer. Er war ein 70 Zentimeter kleiner Zwerg mit einem Buckel, der groß genug für ein Kamel war. In einer Hand hielt er ein 90 Zentimeter langes arabisches Messer (und obwohl Hunchback Fred damit niemals einen Araber aufgeschlitzt hatte, wusste man, dass er es benutzt hatte, um damit die Gesichter dreier U.S. Marshals, zweier County Sheriffs und einer alten Dame aus Boston auf dem Weg nach Arizona, um sich dort von der Parkinson Krankheit zu erholen, zu bearbeiten). In der anderen Hand hielt er einen großen Behälter aus gewebtem Flussschilfrohr.

Völlig lautlos glitt er über den Boden, sein arabisches Messer bereit haltend, falls Slade erwachen sollte. Dann legte er den Behälter vorsichtig auf einen Stuhl neben dem Bett. Mit einem teuflischen Grinsen öffnete er den Deckel und hob eine fast vier Meter lange Python namens Sadie Hawkins heraus. Sadie war seit 12 Jahren Hunchback Freds Busenfreundin und hatte den schrecklich kleinen Mann schon oft vor dem Tod gerettet.

"Mach dein Zeug, Süße", flüsterte Fred zärtlich. Sadie schien fast zu grinsen, als Hunchback Fred sie auf den toten schwarzen Mund küsste. Die Schlange schlüpfte ins Bett und kroch auf Slades Kopf zu. Hunchback Fred trat teuflisch kichernd in eine Ecke zurück, um den Spaß zu beobachten.

Sadie schlängelte sich in langsamen S-Kurven an der Seite des Bettes entlang, und richtete sich auf, um anzugreifen. In diesem Moment drang das matte Geräusch von Schuppen auf der Bettdecke an Slades Ohren.

Eine Frau war mit ihm im Bett! Das war sein erster Gedanke, als er sich aus dem Bett auf den Boden rollte und nach der Derringer griff, die immer an seiner rechten Wade befestigt war. Sadies Kopf schnellte auf das Kissen, auf dem vor einer Sekunde noch sein Kopf gewesen war. Hunchback Fred schrie vor Enttäuschung auf und warf sein arabisches Messer nach Slade, streifte damit aber nur eines von Slades Ohrläppchen, bevor es zu Boden fiel.

Slade feuerte die Derringer ab und Hunchback Fred fiel gegen die Wand und riss ein Bild der Niagarafälle von der Frisierkommode. Seine böse Karriere war zu Ende.

Sorgfältig die Python vermeidend (die auf dem Bett eingeschlafen zu sein schien), zog Slade sich an. Es war an der Zeit, Sam Columbine einen Besuch abzustatten und ihm ein für alle mal den Garaus zu machen.

Slade rannte, die Gurte seiner 45er Revolver festziehend, nach unten. Der Portier schaute ihn noch nervöser an als zuvor. "H-habe ich da einen Schuss gehört?" fragte er.

"Denke ich nicht", sagte Slade. "Aber geht besser hoch und schließt das Fenster beim Bett. Ich habe es offen gelassen."

"Natürlich, Sir, Mr. Slade. Natürlich. Natürlich."

Und dann war Slade draußen, wild entschlossen, Sam Columbine zu finden und über den Jordan zu schicken.

Slade schlenderte zurück ins Brass Cuspidor, wo Mose Hart, der Vorarbeiter auf Sandra Dawsons Bar-T, mit einer Flasche Digger’s Rye in der Hand an der Bar lehnte.

"Okay, du schleimiger Säufer", knirsche Slade, drehte Hart um und schlug ihm die Flasche aus der Hand. "Wo befindet sich Sam Columbines Ranch? Ich werde mir diesen verfaulten Leberesser vornehmen. Gerade hat er mir Hunchback Fred Agnew auf den Hals geschickt.

"Hunchback Fred?!" flüsterte Hart und wurde weiß wie ein Laken. "Und du bist immer noch am Leben?"

"Ich habe ihn mit Blei vollgepumpt", sagte Slade grimmig. "Er hätte wissen sollen, dass man keine Schlange in mein Bett stecken darf."

"Hunchback Fred Agnew", flüsterte Hart immer noch eingeschüchtert. "Es gab das Gerücht, dass er der nächste Vizepräsident des amerikanischen Südwestens werden sollte."

Slade ließ ein verrostetes Lachen hören, sodass sich sogar General Custer, der Hund des Barkeepers, verkroch.

"Nun, ich nehme an, jetzt kann er Vizepräsident in der Hölle werden!" vermutete Slade. Er gab dem Barkeeper ein Zeichen, der am Ende der Bar stand und einen Westernroman las.

"Hey, Barkeeper! Welche Mixgetränke habt ihr?"

Der Barkeeper steckte eine eselohrige Ausgabe von "Blood Brides of Sitting Bull" in seine Gesäßtasche und näherte sich vorsichtig.

"Nun ja, Mr. Slade, wir haben so das übliche – The Geronimo, The Fort Bragg Backbreaker, Popskull Pete, Sourdough Armpit ..."

"Wie wäre es mit einem Digger’s Rye?" sagte Mose Hart mit einem aalglatten Grinsen.

"Halt die Klappe", brummte Slade. Er wandte sich dem Barkeeper zu und zog einen seiner 45er Colts.

"Wenn ihr mir keinen Drink zubereiten könnt, den ich noch nie vorher hatte, mein Lieber, werdet ihr noch vor Sonnenuntergang die Radieschen von unten betrachten können."

Der Barkeeper wurde weiß. "N-nun, ’s gibt auch einen Drink, den ich selbst erfunden habe, Mr. Slade. Aber er ist so stark, dass ich ihn nicht mehr ausschenke. Ich hatte genug davon, dass die Leute über dem Rouletterad ohnmächtig wurden."

"Wie heißt er?"

"Wir nennen ihn Zombie."

"Mixt mir drei von denen und beeilt euch!" kommandierte Slade.

"Drei Zombies?" fragte Mose Hart mit aufgerissenen Augen. "Mein Gott, bist du wahnsinnig?"

Slade sagte kalt zu ihm: "Partner, lächle, wenn du das sagst."

Hart lächelte und nahm sich einen weiteren Digger’s Rye.

"Okay", sagte Slade, als die drei Drinks vor ihm aufgestellt wurden. Sie befanden sich in riesigen Bierkrügen und rochen wie der Zorn Gottes. Er trank den ersten mit einem einzigen Schluck aus, stieß den Atem aus, schwankte ein wenig und zündete sich eine seiner berühmten mexikanischen Zigarren an. Dann wandte er sich an Mose.

"Wo also befindet sich Sam Columbines Ranch?" fragte er.

"Drei Meilen nach Westen und über die Furt", sagte Mose. "Sie wird die ‚Rotten Vulture Ranch’ genannt."

"Das passt", sagte Slade und trank seinen zweiten Drink. Er begann, sich etwas benebelt zu fühlen. Er vermutete, dass das an der späten Stunde liegen könnte und widmete sich seinem dritten Drink.

"Bleib hier", sagte Mose Hart ängstlich. "Ich denke nicht, dass du in der Verfassung bist, dich mit Sam Columbine anzulegen. Er wird dich fertig machen".

"Saag mir niech, was ich dun soll", sagte Slade und stolzierte zu General Custer, um ihn zu tätscheln. Er atmete dem Hund ins Gesicht und General Custer schlief auf der Stelle ein. "Wenn’s eine Sache jibt, die iech kann, dann isses, Alkohol auszuhalten. Du jehst mir lieebr ausm Weg, bevor ich dich einäscher."

"Die Tür ist auf der anderen Seite", sagte der Barkeeper vorsichtig.

"Nadüürlisch. Du denkst ich weißnisch wo isch ingeh?"

Slade schwankte durch die Bar, trat General Custer auf den Schwanz (der Hund wachte nicht auf) und schaffte es, durch die Tür nach draußen zu gelangen, wo er fast vom Bürgersteig fiel. In diesem Moment fasste ihn ein eiserner Arm am Ellbogen. Slade schaute sich benebelt um.

"Ich bin Deputy Marshall Hoagy Charmichael", sagte der Fremde. "Und Ihr seit festgenommen."

"Weswegen?" fragte Slade.

"Öffentliche Berauschtheit. Lass uns gehen."

Slade rülpste. "Immer muss mir das passieren", seufzte er. Der Deputy Marshall führte ihn ins Dead Steer Springs Gefängnis.

Nachdem Slade ausgebrochen war, kreuzte Mose Hart seinen Weg. Slade fütterte ihn und Deputy Marshall Hoagy Charmichael mit Blei (schob es auf seinen schrecklichen Kater). Dann stieg Slade auf seinen riesigen schwarzen Hengst Stokely und machte sich auf zur Rotten Vulture Ranch, um endlich Sam Columbine gegenüber zu treten.

Aber Columbine war nicht da. Er war unterwegs und quälte ehemalige Grenzposten. Sandra Dawson hatte er unter der Obhut von drei vertrauenswürdigen Handlangern gelassen – Big Fran Nixon, "Qick Draw" John Mitchell und Shifty Ron Ziegfeld. Nach einer heftigen Schießerei hatte er alle drei erledigt und befreite die schöne Sandra.

Der beißende und erstickende Gestank von Pulverdampf erfüllte den Raum, in dem die liebreizende Sandra Dawson festgehalten worden war. Als sie Slade erblickte, der mit zwei 45er Colts in den Händen und einer mexikanischen Zigarre zwischen den Zähnen siegreich dastand, füllten sich ihre Augen mit Liebe und Leidenschaft.

"Slade!" weinte sie, sprang auf die Füße und rannte zu ihm. "Ich bin gerettet! Gott sei Dank! Ihr seid gerade rechtzeitig gekommen, Columbine wollte mich an seine Alligatoren verfüttern!"

"Verdammt richtig", knurrte Slade. "Ich komme immer zur rechten Zeit."

Ihr fester, geschmeidiger, seidiger Körper drängte sich in seine Arme und ihre üppigen Lippen suchten Slades Mund mit reifer, feuchter Leidenschaft. Slade schlug ihr sofort sachte mit einem Colt auf den Kopf und warf seine mexikanische Zigarre weg, ein Knurren auf den Lippen.

"Vorsicht", brummte er, "meine Mom hat mir von Mädchen wie euch erzählt."

Und er ritt davon, um Sam Columbine zu finden.

Slade ließ Sandra Dawson, die sich die Stelle auf ihrem Kopf rieb, wo er sie geschlagen hatte, in der verrauchten Kammer zurück und hielt auf die Grenze zu, wo Sam Columbine mit Hilfe seines Topmannes "Pinky" Lee mexikanische Zollmänner quälte. Die einzigen zwei Männer im amerikanischen Südwesten, die "Pinky" in Bezug auf seine reine Bösartigkeit das Wasser reichen konnten, waren Hunchback Fred Agnew und Sam Columbine persönlich. "Pinky" bekam seinen berüchtigten Spitznamen während des Bürgerkrieges, als er zusammen mit Captain Quantrill und seinen Regulatoren ritt. Während Pinky in der Küche eines beliebten Bordells in Bleeding Heart, Kansas ohnmächtig dalag, ließ ein Unionsoffizier namens Randolph. P. Sorghum eine selbstgemachte Bombe durch den Küchenschornstein fallen. "Pinky" verlor all seine Haare, seine Augenbrauen und alle Finger seiner linken Hand, mit Ausnahme des Ring- und kleinen Fingers. Sein Haar und seine Augenbrauen wuchsen nach. Seine Finger taten das nicht. Trotzdem war er immer noch schneller als ein geölter Blitz und gemeiner als die Hölle. Er schwor, Randolph P. Sorghum eines Tages zu finden und auf dem nächsten Ameisenhügel zu pfählen.

Aber Slade machte sich über "Pinky" Lee keine Sorgen, denn sein Herz war rein und seine Stärke ungebrochen.

Nach einer Weile zeigten ihm die gepeinigten Schreie der mexikanischen Grenzposten, dass er der Grenze näher kam. Er saß ab, machte Stokely an einer Parkuhr fest und verschwand lautlos wie eine Katze in den Beifußsträuchern. Die Nacht war dunkel und mondlos.

"Bitte, Amigo, hör auf!" schrie der Grenzposten. "Ich gestehe! Ich gestehe! Ich bin – wer bin ich?"

"Bist ein vergesslicher Bastard, nich’ wahr?" sagte Pinky. "Bist Randolph P. Sorghum, die gemeine Seele, die mir während des Bürgerkriegs 90% meiner Hand weggebombt hat, der biste!"

 

"Ich gestehe! Ich gestehe!"

Slade war nahe genug heran geschlichen, um die Geschehnisse verfolgen zu können. Lee hatte den Grenzposten straff an einen Stuhl gebunden, seine nackten Füßen auf einem Kissen. Beide Füße waren mit Honig überzogen, die Whomper, Lee’s abgerichteter Bär, mit seiner langen Zunge ableckte.

"Ich halt’ das nicht mehr aus!" schrie der Mann. "Ich bin dieser wie-auch-immer-du-ihn-nennst Sorghum!"

"Hab’ dich doch erwischt!" freute sich Lee hämisch. Er zog seinen Colt Marke Buntline Special und machte sich bereit, den armen Kerl bis nach Trinidad zu pusten. Sam Columbine, der abseits im Schatten stand, war bereit, den nächsten Grenzposten herzubringen.

Slade stand plötzlich auf. "Okay, ihr feigen Mistkäfer! Rührt euch nicht vom Fleck!"

Pinky Lee nestelte an seinem Colt herum. Slade merkte, wie Kugeln ihn umschwirrten. Er schoss zweimal zurück, aber – verflucht – seine Waffen klickten nur in leeren Kammern. Er hatte vergessen, sie nach der letzten Schießerei nachzuladen.

Lee versteckte sich hinter einem Fass Taco-Chips. Columbine befand sich bereits hinter einem riesigen Mayonnaise-Fass, dass einen Monat zuvor nach der schlimmsten Flutkatastrophe in der Geschichte des amerikanischen Südwestens mit dem Flugzeug abgeworfen worden war (Warum nach einer Katastrophe Mayonnaise abwerfen? Nicht deine verdammte Angelegenheit).

"Wer ist da?" schrie Lee.

Slade schaltete schnell. "Ich bin Randolph P. Sorghum", schrie er. "Der einzig Richtige, Lee! Und dieses Mal werde ich mehr als drei Finger erwischen!"

Seine clevere Herausforderung hatte den gewünschten Effekt. Pinky kam voreilig hinter seinem Versteck hervor, seine Buntline Special blitzte auf. "Ich werde dich fertig machen!", schrie er. "Ich werde –"

Aber in diesem Moment jagte ihm Slade sorgfältig eine Kugel durch den Kopf. Pinky Lee sackte zusammen, seine bösen Tage waren gezählt.

"Lee?" rief Sam Columbine. "Pinky, bist du da?" Ein ängstlicher Unterton hatte sich in seine Stimme gestohlen. "Ich habe ihn gerade erschossen, Columbine!" schrie Slade zurück. "Und jetzt sind nur noch du und ich übrig... und ich komme jetzt, um dich zu holen!"

Mit blitzenden 45er Colts und einer mexikanischen Zigarre zwischen den Zähnen ging Slade den Hügel hinunter in Richtung Sam Columbine.

Nachdem Slade halb den Abhang herunter war, ließ Sam Columbine solch einen Kugelhagel los, dass Slade hinter einem Kaktus in Deckung gehen musste. Er hatte kein gutes Blickfeld auf Columbine, da der gerissene Gegner sich praktischerweise hinter einem Fass Mayonnaise versteckt hielt.

"Slade!" schrie Columbine. "Es ist Zeit, dass wir das wie Männer klären! Steck deine Waffe ein und ich werde dasselbe mit meiner tun! Dann kommen wir raus und duellieren uns. Der bessere wird gewinnen!"

"Okay, du gemeine Klapperschlange!" schrie Slade zurück. Er steckte seine 45er Colts zurück ins Holster und kam hinter dem Kaktus hervor. Columbine trat hinter dem Fass Mayonnaise hervor. Er war ein großer Mann mit olivefarbenem Teint und einem bösartigen Grinsen. Seine Hand schwebte über dem Lauf seiner Smith & Wesson, die an seiner Hüfte hing.

"Nun, hier sind wir nun, Partner!" sagte Slade mit einem höhnischen Lächeln. Zwischen seinen Zähnen befand sich eine mexikanische Zigarre, als er auf Columbine zuging. "Grüß die Hölle von mir, Columbine!"

"Das werden wir sehen", grinste Columbine zurück. Aber als er anhielt, fertig für den Showdown, schlotterten seine Knie.

"Okay!" rief Slade. "Greif nach deiner Waffe!"

"Wartet", schrie jemand. "Wartet, wartet, WARTET!"

Sie schauten sich beide um. Es war Sandra Dawson! Sie kam atemlos auf sie zugerannt.

"Slade!" rief sie. "Slade!"

"Geht in Deckung!" knurrte Slade. "Sam Columbine ist –"

"Ich muss es dir sagen, Slade! Ich kann dich nicht gehen lassen, vielleicht, um getötet zu werden! Und du würdest es nie erfahren!"

"Was erfahren?" fragte Slade.

"Dass ich Polly Peachtree bin!"

Slade starrte sie an. "Aber du kannst nicht Polly Peachtree sein! Sie war meine einzig wahre Liebe und wurde von einem Montgolfier Ballon geröstet, während sie die Kühe molk!"

"Ich habe überlebt, aber mein Gedächtnis verloren!", weinte sie. "Heute nacht kam es alles zurück. Schau!" Und sie nahm die blonde Perücke, die sie getragen hatte, ab. Sie war tatsächlich die wunderschöne Polly Peachtree aus Paduka, Illinois, von den Toten auferstanden!

"POLLY!!!"

"SLADE!!!"

Slade hastete zur ihr und dann umarmten sie sich, Sam Columbine vergessend. Slade wollte sie gerade fragen, wie es ihr ergangen war, als Sam Columbine, bösartig wie er war, hinter ihm auftauchte und Slade dreimal in den Rücken schoss.

"Gott sei dank!" flüsterte Polly, als sie und Sam sich umarmten. "Endlich ist er tot und wir sind frei, mein Schatz!"

"Ja", knurrte Sam. "Wie geht es dir, Polly?"

"Du weißt ja gar nicht, wie furchtbar es war", schluchzte sie. "Nicht nur, dass er jeden umgebracht hat, er war auch verrückter als eine Dreidollarnote!"

"Es ist vorbei", sagte Sam.

"Wie witzig!" sagte Slade. Er setzte sich auf und erschoss sie beide. "Zum Glück trage ich heute meine schusssichere Unterwäsche", sagte er und zündete sich eine neue mexikanische Zigarre an. Er starrte auf die abkühlenden Körper von Sam Columbine und Polly Peachtree, und eine große Welle von Traurigkeit überkam ihn. Er warf seine Zigarre weg und drehte sich stattdessen einen Joint. Dann ging er zu der Stelle, wo er Stokely, seinen schwarzen Hengst, angebunden hatte. Er schlang die Arme um Stokelys Nacken und schmiegte sich an ihn.

"Endlich sind wir allein, Darling."

Nach einer langen Weile ritten Slade und Stokely auf der Suche nach neuen Abenteuern in den Sonnenuntergang.

 

ENDE

   
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