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Ein Gedicht von Tabitha King


In den USA erschienen:

A Gradual Canticle for Augustine ? / 1969

In Deutschland erschienen:

in "Das Leben und das Schreiben" / 2000

 

A Gradual Canticle for Augustine


The thinnest bear is awakened in winter
by the sleep-laughter of locusts,
by the dream-blustering of bees,
by the honeyed scent of desert sands,
that the wind carries in her womb
into the distant hills, into the houses of Cedar.

 

The bear has heard a sure promise.
Certain words are edible; they nourish
more than snow heaped upon silver plates
or ice overflowing golden bowls. Chips of ice
from the mouth of a lover are not always better,
Nor a desert dreaming always a mirage.

 

The rising bear sings a gradual canticle
woven of sand that conquers cities
by a slow cycle. His praise seduces
a passing wind, traveling to the sea
wherein a fish, caught in a careful net,
hears a bear`s song in the cool-scented snow.

Anschwellender Lobgesang für Augustinus


Der dünnste Bär erwacht im Winter
durch das Schlaflachen der Heuschrecken,
durch das Traumsummen der Bienen,
durch den Honiggeruch des Wüstensands,
den der Wind in seinem Schosse
in die fernen Hügel, die Zedernhäuser trägt.

 

Der Bär hat ein festes Versprechen vernommen.
Manche Wörter sind essbar; sie sättigen
mehr als Schnee, gehäuft auf Silberteller,
oder Eis aus goldenen Schüsseln. Eissplitter
vom Mund des Geliebten sind nicht immer besser,
noch träumt die Wüste immer im Trugbild.

 

Der erwachende Bär singt einen anschwellenden Lobgesang,
gewebt aus Sand, der die Städte erobert
im langsamen Kreis. Sein Lob verführt einen
Winterhauch auf der Reise zum Meer,
wo ein Fisch, gefangen im achtsamen
Netz, eines Bären Lied im kühlen Schnee vernimmt.

   
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