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The Dark Tower I

SCHWARZ

von Stephen King

Text von Zenithhouse.de

"Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm". So beginnt Stephen King seinen Roman-Zyklus "The Dark Tower". Ein, wenn es fertig geschrieben ist, sieben Bände umfassendes Gesamtwerk. Der erste Teil "Schwarz" wurde über einen Zeitraum von 12 Jahren hinweg geschrieben, es ist dadurch nicht so in sich abgeschlossen wie die folgenden Bände. "The Dark Tower" ist Kings persönlicher Turm. Viele seiner anderen Romane beinhalten Anspielungen auf den Zyklus, und Bücher wie "Talisman", "Black House - Talisman 2", "Die Augen des Drachen", "Schlaflos", "Atlantis" und "Das letzte Gefecht - The Stand" enthalten teilweise Bestandteile, die einiges erklären, was das Gesamtwerk um Roland, den letzten Revolvermann und seine Suche nach dem dunklen Turm, betrifft. KHEF, KA und KA-TET.

Roland von Gilead, der letzte Revolvermann aus "Mittwelt", einer Welt, die sich weitergedreht hat, ist auf der Suche nach dem Dunklen Turm. Doch was ist der Dunkle Turm? Genau weiß das niemand. Der Turm steht im Mittelpunkt aller vorhandenen Welten, aller Universen. Er steht im Mittelpunkt von allem und jedem, im Mittelpunkt alles Existierenden. Er ist für den Zusammenhalt zuständig. Er steht an der Wurzel der Zeit. Doch irgend etwas stimmt ganz und gar nicht mit dem Turm, denn Rolands Welt zerfällt. Alles Schöne, alles Liebliche dieser Welt zerfällt in graue Sinnlosigkeit. Es ist eine trostlose Welt geworden ... Roland zieht durch die sonnenverkrustete Wüste, er jagt den Mann in Schwarz, von dem er nicht weiß, ob er ein Mensch oder ein Zauberer ist. Unterwegs macht er Rast bei einem Grenzbewohner. Dort findet das erste mal Konversation statt, doch es ist eine geheimnisvolle Konversation, nur auf das Wesentliche beruhend, als täte es weh zu sprechen. Der Grenzbewohner ist mindestens so geheimnisvoll wie der Revolvermann selbst. Er gibt ihm zu essen und läßt ihn seine Schläuche mit Wasser füllen. Der Revolvermann erzählt dem Grenzbewohner seine Geschichte. Wie er im Dorf Tull ein Massaker anrichtete und auf alles schoss, was sich bewegte. Und der Revolvermann verfehlt nie ein Ziel. Und er erzählt, wie ihn der Mann in Schwarz hereingelegt hat. Denn er war es, der Roland die Falle gestellt hat, aus der er sich nur mit einem Blutbad wieder befreien konnte. Denn niemand, wirklich niemand kann ihn davon abbringen die Suche nach dem Turm aufzugeben. Auch nicht die Menschen, die er liebt. Der Revolvermann traut dem Grenzbewohner nicht wirklich, doch eigentlich traut er niemanden in dieser kalten, verdorrten Welt. Er zieht weiter, dem Mann in Schwarz auf den Fersen, denn dieser kann ein paar seiner Fragen beantworten. Doch erst muß er ihn stellen, und das erweist sich als schwer, denn dem Mann in Schwarz scheint die sengende Hitze der Wüste nichts auszumachen. In einem verlassenem Rasthaus trifft er auf einen Jungen. Der Junge ist noch nicht lange dort, das weiß der Revolvermann. Aber wie ist er dorthin gekommen, obgleich er auch gar nicht hierher passt. Der Junge kommt aus unserer Welt. Aus dem New York des Jahres 1977. Er starb und ist in Rolands Welt aufgewacht. Völlig verstört und ohne Erinnerung. Der Tod ist eine Tür in Rolands Welt, wie sich herausstellt. Auch der Junge ist ein Stein, den ihm der Mann in Schwarz in den Weg gelegt hat. Trotzdem nimmt Roland den Jungen mit sich, weil er ihn sympathisch findet. Nachdem sie die Wüste hinter sich gelassen haben, müssen sie über das Gebirge auf die andere Seite. Auf dem Weg erzählt er dem Jungen die Geschichte seiner Mannbarkeitsprüfung, und wie er mit 14 zum Revolvermann geworden ist. Er erzählt auch von dem Hofzauberer Marten, der seiner Mutter nachstellte und damit die verfrühte Mannbarkeitsprüfung gewollt provozierte. Doch der junge Roland schaffte die Prüfung ungeahnt Martens Erwartungen. In den Bergen, in einem Tunnelsystem stoßen der Junge und Roland auf Mutanten, die ihnen nichts gutes wollen. Außerdem entdecken sie eine Draisine. Heraus kommen die beiden in einem völlig zerfallenen U-Bahnhof. Der Mann in Schwarz ist nun in Sichtweite, doch bevor der Revolvermann mit ihm reden kann, stirbt der Junge ein zweites Mal, da Roland vor der schwierigen Entscheidung steht: Der Junge oder der Turm. Er entscheidet sich für den Turm. Und das letzte, was der Junge sagte, war: "Dann geh, es gibt andere Welten als diese". Nun ist Roland am Ziel. Er stellt den Mann in Schwarz, der ihm vieles erzählt, aber auch viele neue Fragen aufwirft. Er gibt Roland eine bedeutungsvolle Vision. Außerdem legt er Roland die Karten. Ein Tarotspiel, das seine Zukunft voraussagen soll. Der Mann in Schwarz ist selbst nur ein kleines Glied der Kette, die sich um den Dunklen Turm rankt. Auch ist es zweifelhaft, dass der Mann in Schwarz wirklich böse ist. Er tötete Roland nicht, vielmehr stirbt er nach dem Palaver, da mehrere hundert Jahre über den schlafenden Revolvermann hinwegziehen.

Es gibt auch noch eine 90seitige Kurzgeschichte von Stephen King über den Revolvermann Roland von Gilead. Sie trägt den Titel "Die kleinen Schwestern von Eluria" und spielt zu der Zeit, als Roland noch auf der Suche nach dem Mann in Schwarz war.

   
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