King Menu  

   

Besucherstatistik  

225320530
   
   
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 0.00 (0 Votes)

Interview mit der Autorin
Elisabeth Patsch
für BookOla.de und stephen-king.de


geführt von Gerald Schnellbach

elisabeth_patsch

Elisabeth Patsch wurde am 28.Juni 1988 in Cottbus geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren begann sie mit dem Schreiben von Gedichten. 1996, im Alter von acht Jahren, nahm sie zum ersten Mal an einem Literaturwettbewerb teil. 1998, 1999 und 2000 wurden ihre Arbeiten bereits mit einigen Preisen bei Literaturwettbewerben ausgezeichnet. Im Sommer 2001 entstand die Idee zu El Fator. Im März 2002 wurde die damals 13-jährige als "jüngste Autorin" auf der Leipziger Buchmesse mit dem ersten Band ihrer Fantasy-Trilogie vorgestellt. Im März 2003 folgte der zweite, im Juni 2004 der dritte Band. Alle Bücher erschienen im Gryphon-Verlag. Elisabeth Patsch besucht seit 2000 das Humboldt-Gymnasium in Cottbus.

Zu ihrer Internetseite, auf der ihr mehr über Elisabeth und "El Fator" erfahren könnt, kommt ihr hier.


Hallo Elisabeth,

es freut uns, dass du dir die Zeit genommen hast, uns ein paar Fragen zu beantworten. Fangen wir doch gleich einmal mit deiner Fantasy-Trilogie "El Fator" an. Würdest du uns in ein paar Sätzen etwas über den Inhalt dieser Romane erzählen.

Elisabeth Patsch: El Fator ist ein Land auf dem noch unentdeckten Planeten Faja. Eine Welt voller Geheimnisse uns Mysterien offenbart sich vor acht Jugendlichen der Erde, die bis vor kurzem noch ein normales Leben führten. Auf dem Weg zur Selbstfindung gerät die Gruppe in erbitterte Kämpfe zwischen Gut und Böse. Das Schicksal verstrickt sich in ein Netz aus Gegensätzen.

El Fator ist eine Trilogie über Hoffnung, Verrat, Intrige, Freundschaft, Hass, Reinkarnation, Krieg, Liebe, Verzweiflung, Vertrauen und den Tod.

Wie und wann bist du auf die Idee gekommen, El Fator zu schreiben?

Elisabeth Patsch: Die Idee kam mir in den Sommerferien 2001 auf der spanischen Insel Teneriffa. Ich lag entspannt am Strand, hatte nichts besonders zu tun und entfloh dem Alltag durch meine Gedanken. Ich stellte mir einen noch unbekannten Planeten vor und all jene Mächte und Zaubereien die dort herrschten.
Hier entstand dann auch der Name "El Fator", der einen ganz besonderen, inhaltlichen Hintergrund hat. "El" ist die Abkürzung meines Namens, Elisabeth. Das "Fa" bedeutet Fantasy und "Tor" behält seine Bedeutung (das Tor in die Fantasy Welt).

War "El Fator" von Anfang an als Trilogie gedacht oder entwickelte sich das erst mit dem Schreiben?

Elisabeth Patsch: Der Inhalt dieser Geschichte, auch das Ende, standen von Anfang an fest. Zuerst dachte ich an 12 Bände mit je 100 Seiten. Vom Verlag und meiner Agentin habe ich mich schließlich überzeugen lassen, dass 3 umfangreichere Bände (also eine Trilogie) zweckmäßiger sind. Insgesamt kürzte ich die Story, das letztlich circa 600 Seiten Lesestoff entstanden.

Wie lange hast du an den einzelnen Romanen gearbeitet?

Elisabeth Patsch: Für den 1. Band habe ich 5 Monate, für den 2. Band 8 Monate und für den 3. Band 13 Monate benötigt. Parallel entstanden die Illustrationen- natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Grafiker. Hinzu kamen noch etwa 3 Monate pro Band für den "Feinschliff" - Fertigstellung der Bilder, Buchaufbereitung und Druckvorlage. Dies übernahmen die INPETHO- GmbH aus Cottbus und der Gryphon Verlag aus Hallbergmoos.

Hast du die Manuskripte an viele Verlage schicken müssen, bevor du eine Zusage erhalten hast?

Elisabeth Patsch: In dieser Beziehung hatte ich großes Glück.
Meiner Oma - nun auch meine Agentin - gab ich einige meiner Konzepte zum Lesen und Beurteilen. Im Oktober 2001 holte sie ein unabhängiges Urteil von einer mir unbekannten Person zu meinen Manuskripten ein. Zusätzlich erkundigte sich Oma über das Internet, wie die Förderungsmöglichkeiten junger Literaten sind- Veröffentlichung und so weiter. Dabei stieß sie auf den Gryphon Verlag. Dieser las einen Teil meines Entwurfes, fand es auf Anhieb gut und nahm mich unverzüglich unter Vertrag.

In einem Zeitungsbericht vom April 2004 ist etwas von der Verfilmung deiner Bücher und einer Veröffentlichung in den USA zu lesen. Gibt es dazu schon Konkreteres?

Elisabeth Patsch: Derzeit interessieren sich 3 Filmstudios für meine Geschichte. Mal sehen, was sich daraus entwickelt. Falls es zu einer Zusammenarbeit mit einem dieser Studios kommt, wird es trotzdem noch eine Weile dauern, bis der Film in die Kinos kommt.
Zur USA: Sobald der Verlag noch einige Voraussetzungen geklärt hat, wird die Trilogie zunächst in New York in deutschen Buchhandlungen angeboten. In  New York leben ungefähr 900 000 Deutsche. Je nachdem wie sich die Nachfrage entwickelt, wird die Trilogie eventuell ins Englische übersetzt.
Eine mündliche Einladung zu Buchlesungen in New York, habe ich bereits. Aber diese werde ich frühestens in den Sommerferien 2005 angehen. Ich besuche derzeit die 11. Klasse eines Gymnasiums und bin deshalb zeitlich etwas gebunden.

Die meisten deiner Schriftsteller-Kollegen sowie Verleger, Lektoren, Agenten etc., mit denen du zu tun hast, sind um einiges älter als du selbst. Wie kommst du mit ihnen bzw. sie mit dir zurecht? Fühlst du dich immer Ernst genommen?

Elisabeth Patsch: Ich fühle mich sogar sehr ernst genommen. Anfangs- ich war ja erst 13 Jahre, als der 1. Band erschien, war ich erstaunt, dass mich andere Autoren als ihre Kollegin betrachteten. Ich hatte damit gerechnet, dass man mich, die weitaus Jüngere, gar nicht beachten würde. Ich freue mich immer wieder, wenn meine Arbeit anerkannt wird und die Leute sich begeistert um mich scharen.

Wie ist das für dich, plötzlich Lesungen zu halten, im Fernsehen aufzutreten, Artikel über deine Bücher in Zeitungen und Zeitschriften (u. a. Focus) zu lesen? Hattest du damit Probleme, oder kommst du mit dem Erfolg und den daraus resultierenden Verpflichtungen zurecht?

Elisabeth Patsch: Anfangs stand ich vor jedem öffentlichen Auftritt kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Ich bekam regelrecht Panik. Doch als ich dann vor der Menge stand, war es einfach ein atemberaubendes Gefühl- alle sehen zu dir und lauschen deinen Worten. Die "Angst" war wie weggeflogen.
Heutzutage sind Auftritte überhaupt kein Problem mehr für mich. Ich bin weitaus selbstbewusster geworden. Klar, Lampenfieber habe ich vor jeder Lesung, aber das gehört einfach dazu.

Wie war das Feedback aus deinem Umfeld (Verwandte, Freunde, Schule etc.) auf deine Veröffentlichungen?

Elisabeth Patsch: Meine Mitschüler waren sehr erstaunt, als sie im März 2002 von der bevorstehenden Veröffentlichung meines 1. Bandes auf der Leipziger Messe hörten.
Damals wirkte ich zurückhaltend und abwartend. Allein daher war es für sie eine große Überraschung. Alle waren und sind begeistert. An dieser Stelle möchte ich mich bei all denen bedanken, die Szenen meiner Trilogie für den Flyer und für das Fernsehen nachgestellt haben.
In meiner unmittelbaren Verwandtschaft/Bekanntschaft gab es einige wenige Skeptiker, die nicht daran glaubten, dass ich diese Trilogie zum Abschluss bringe. Nun ziehen sie den Hut vor mir. *grins*

Gibt es Probleme das Schreiben und die Schule unter einen Hut zu bringen?

Elisabeth Patsch: Die Schule hat selbstverständlich Priorität. Das Schreiben kommt trotzdem nicht zu kurz. Wenn mir so ist, dann schreibe ich mehrere Stunden hintereinander.

Wie lange und wie oft schreibst du denn normalerweise?

Elisabeth Patsch: Das ist unterschiedlich. Meistens hängt es von meinem Gemütszustand ab.
Unter der Woche komme ich selten zum Schreiben, auf Grund der Schule und anderer Aktivitäten. Aber wenn ich doch einmal Zeit habe, dann häufig abends für je ein bis drei Stunden. An Wochenenden sieht es besser aus- teilweise vier bis sechs Stunden an einem Tag. Mein persönlicher Rekord liegt bei acht Stunden hintereinander.

Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Möchtest du hauptberuflich schreiben, oder hast du andere berufliche Wünsche?

Elisabeth Patsch: Eine hauptberufliche Schriftstellerin werde ich nicht. Da würde ich mich unter Druck gesetzt fühlen. Schreiben soll und wird immer eine freiwillige Sache bleiben. Ich werde immer schreiben und sicherlich noch viele Bücher veröffentlichen. Schreiben kann man nicht planen, es muss sich ergeben.
Beruflich habe ich mich noch nicht ganz festgelegt. Ich könnte mir den Beruf einer Psychologin sehr gut vorstellen.  Aber ich liebäugele auch mit Schauspielerin und Regisseurin. Mal sehen, was sich in der nächsten Zeit ergibt...

Hast du außer dem "Schreiben" noch andere Hobbies? Wofür interessierst du dich sonst noch?

Elisabeth Patsch: Ich habe noch etliche weitere Hobbys. Dazu gehören zum Beispiel Sport, wie Volleyball, Lesen, mit meinen Tieren rumtoben, Fernsehen, Musik hören, Freunde treffen- eben ganz normale Sachen.

Was liest du am liebsten? Was sind deine Lieblingsbücher? Lieblingsschriftsteller?

Elisabeth Patsch: Ich liebe Fantasy- bzw. Historik- Romane. Ich interessiere mich sehr für die alte Zeit, Mythen und Legenden. Ein spezielles Lieblingsbuch habe ich nicht. Dazu gibt es einfach zu viele grandiose Themen. Zu meinen Favoriten zählt zum Beispiel "Robin Hood" von Rosemary Sutcliff.
Mit den Schriftstellern ist es ähnlich. Ich habe weder ein Vorbild noch einen direkten Favoriten.

Gibt es schon Planungen für weitere Veröffentlichungen? Woran arbeitest du zur Zeit?

Elisabeth Patsch: Ich habe genug Stoff in meinem Kopf. Alle Leute, egal ob in der Schule oder unterwegs, geben mir - natürlich unbewusst sehr viele Anregungen und zu gegebener Zeit greife ich darauf zurück.
Zwei Bücher sind in "Arbeit". Das eine ist ein Ratgeber für Erwachsene. Es wird ein mehr spaßiger Leitfaden, um uns Teenies besser zu verstehen. Das andere geht wieder in die Fantasy- Richtung. Mehr möchte ich dazu aber noch nicht verraten.

Wir bedanken uns noch einmal für das Interview und wünschen dir für alle anstehenden Projekte viel Erfolg.


Die Macht des fremden Planeten

elfator1

Unerbittliche Kämpfe

elfator2

Visionen des Abschieds

Elfator 3

© 2005 by www.BookOla.de und www.stephen-king.de

Gerald Schnellbach und Klaus Spangenmacher

   
© Copyright 2017 by www.stephen-king.de