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| Geschrieben von: Klaus Spangenmacher |
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Kurzgeschichte der Blindenschrift
Schon lange versuchte man den Blinden das Lesen zu ermöglichen. Hierbei begann man mit "normalen", fühlbaren Buchstaben. Allerdings schlug diese Methode fehl, man konnte die Zeichen nicht schnell genug erfassen.
1825 wurde dann von Louis Braille (1809-1852) die nach ihm benannte Brailleschrift entwickelt. Sie basiert auf einem Sechspunktsystem, zwei senkrechte Reihen bestehend aus jeweils drei Punkten. Zu dieser Zeit war es jedoch noch nicht möglich Bücher für Blinde herzustellen.Um die Jahrhundertwende begann man dann mit dem Matrizendruck, der allerdings sehr aufwendig war.
Heutzutage wird das Schema von Braille für die verschiedensten Arten von Schrift gebraucht. Dazu gehören: die Vollschrift, die Kurzschrift, die Schrift der Stenografie ebenso wie die der Mathematik und Chemie und die Notenschrift.
Eine sehr große Anzahl bedeutender Werke ist heute in Blindenschrift "übersetzt" worden. Allerdings verbrauchen die Punktschriftbücher bedeutend mehr Platz. Der DUDEN zum Beispiel besteht aus 25 Bänden, die ein ganzes Regal füllen. Es gibt allerdings auch ein Kurzschriftsystem. Dabei werden Silben und oft verwendete Wörter in Abkürzungen gefaßt, ähnlich wie bei der Stenographie. Das Verhältnis im Umfang zwischen Voll- und Kurzschriftbüchern beträgt 3:1. Mit Hilfe von Computern ist es dem Blinden möglich, seine Informationen direkt zu beziehen. Dabei wird eine einzelne Braillezeile verwendet. Diese besteht aus Modulen mit jeweils 8 Stiften. Diese Stifte werden elektronisch angesteuert, so dass sie sich heben und senken. Somit ist es möglich jeden Text in Brailleschrift darzustellen. Dadurch ergibt sich gegenüber gedruckten Büchern ein erheblicher Vorteil. Die Texte füllen jetzt nicht mehr ganze Regale, sondern werden, wie für Sehende, unter normalen Textprozessoren verarbeitbar. Durch die erhebliche Entwicklung im Computerbereich ist es auch möglich geworden, "normale" Schwarzschrifttexte über einen Scanner einzulesen und mit einer Texterkennungssoftware zu verarbeiten, so dass schliesslich ein für den Blinden lesbarer Text vorhanden ist.
KurzschriftDurch dieses System wird ein Text stark verkleinert. Das ist für Brailleleser und -leserinnen notwendig, da die meisten Punktschriftbücher in Kurzschrift gedruckt sind und auch persönliche Aufzeichnungen so angefertigt werden.
Auszug aus "Kurzgeschichte der Blindenschrift" von www.sehgeschaedigtenschule.de |
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